VALENTIA

Die vor der Küste des Ring of Kerry gelegene Insel Valentia Island ist der
westlichste Punkt Europas. Die nächste Landmasse in westlicher Richtung von
hier aus ist der amerikanische Kontinent, Tausende von Seemeilen entfernt. Zu
erreichen ist die Insel, die eine große Besuchermenge anzieht, über die Portmagee
Bridge oder täglich zwischen April und Oktober mit einer Autofähre von Cahirciveen aus. Von der Insel aus wurde 1857 das erste Transatlantikkabel der Welt gelegt,
welches Valentia Island direkt mit New York verband, noch bevor eine Verbindung
mit Dublin existierte. Nahe bei Knightstown, dem Hauptort der Insel, kann man
die Geschichte des "Valentia-US-Cable" im Valentia Heritage Centre verfolgen.
Eine andere Attraktion auf der Insel ist der 1816 geöffnete Steinbruch, der
lange Zeit die Haupterwerbsquelle der Inselbewohner darstellte. Kalkstein von
Valentia wurde beim Bau einiger der berühmtesten Häuser der Welt verwendet,
so deckt er zum Beispiel das Dach des House of Commons in Westminster, aber
auch das der London Trainstation und des Bahnhofs von San Salvadore. Auf der
Insel befinden sich viele steinerne Zeugen aus keltischer Zeit, zum Beispiel
eine Reihe von Stelen (Standing Stones), Keilgräbern, Ringfort- und Burgruinen.
Die auf der Insel befindliche Ausstellung "The Skellig Experience" sollte man
gesehen haben: Das Leben der Mönche auf den Skellig Inseln wird hier anschaulich
geschildert. Der Besuch hier ist auch eine sehr gute Vorbereitung für die Reisenden,
die sich die Skellig Islands ansehen wollen. Von Interesse ist auch das Glenleam
Estate. Früher das Anwesen der Fitzgerald Familie und des "Knight of Kerry"
(Ritter von Kerry), ist es heute ein Gästehaus, dessen subtropische Gärten für
die Öffentlichkeit zugänglich sind.
Aktivitäten auf der Insel sind unter anderem Bergwandern, Radfahren, Kanufahren,
Hochseeangeln und Angeln am Meeresstrand sowie Pitch & Putt. Die Hauptfreizeitbeschäftigung
auf Valentia ist jedoch das Tauchen. Die Insel verfügt über drei Tauchzentren.
Am meisten Leben herrscht in Kingstown, das nach dem ehemaligen Besitzer der
Insel benannt wurde. Hier befinden sich eine Reihe von Restaurants und Bars
mit ausgezeichnetem Essen. Das andere Dorf auf der Insel ist das deutlich ruhigere
Chapelstown.