Kildare ist ein kleiner Marktort an der stark befahrenen Cork-Dublin-Route.
Es ist ebenfalls über die Bahnverbindung zwischen Cork und Dublin zu erreichen
oder über die guten Busverbindungen. Die Pferdezucht ist hier der Hauptwirtschaftszweig.
Der Ort erhält sein Gesicht durch den Silken Thomas Square und die St Brigid's
Kathedrale. Der Heiligen, die in Kildare ein bis ins 16. Jahrhundert florierendes
religiöses Zentrum gründete, wird an jedem ersten Februar gedacht, wenn zur
Feier des Tages die St. Brigid's Crosses (Kreuze) angefertigt werden. Die Kathedrale
selbst wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist eine der schönsten protestantischen
Kirchen des Landes. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Rundturm aus dem
10. Jahrhundert. Mit 31,5 Metern ist er der zweithöchste der Republik.
Eine halbe Meile außerhalb des Ortes befindet sich das Irische Nationalgestüt
(Irish National Stud). Die Führungen finden stündlich statt. Der Besucher sieht
zum Beispiel die Intensivstation für Fohlen sowie alle anderen Ställe. Das Irische
Pferdemuseum (Irish Horse Museum) ist ebenfalls einen Besuch wert. Es vermittelt
ein Bild der großen Bedeutung, die Pferde in der irischen Kultur spielen und
gespielt haben. Dokumentiert werden auch die Meisterleistungen von Arkle, dem
heiß geliebten und bei vielen als das beste Pferd, das Irland jemals hervorgebracht
hat, bekannt. Auf dem Gelände des Nationalgestüts befinden sich auch die japanischen
Gärten (Japanese Gardens). Nach vierjähriger Gestaltungsarbeit ermöglichen die
fertiggestellten Anlagen jetzt eine symbolische Reise durch den Ablauf des menschlichen
Lebens. Informationsblätter, welche die Symbolik innerhalb des Gartens erklären,
sind vor Ort erhältlich. Das Gestüt und die Gärten sind von Februar bis November
geöffnet.