Im Südwesten der Grafschaft liegt einer ihrer attraktivsten und gepflegtesten
Orte. Birr ist geprägt von Alleen und georgianischen Häusern. Die Ursprünge
des Ortes sind religiöser Natur: Im 12. Jahrhundert gründete der Heilige Brendan
von Birr hier ein Kloster. Im 13. Jahrhundert wurde Birr von den Normannen erobert.
Im Zuge der Plantation gelangte im Jahr 1620 das örtliche Anwesen mit dem
Castle in den Besitz der Parsons, in dem es sich noch heute, nach vierzehn Generationen,
befindet. Eine der Hauptattraktionen sind die Gärten, in denen über 1000 verschiedene
Buscharten zu bestaunen sind, darunter einige Exemplare aus China und dem Himalayagebiet,
die in den 1930er Jahren nach Birr gebracht wurden. Die Anlagen beherbergen
auch die mit derzeit 12 Metern höchsten Buchsbaumhecken der Welt. Gruppenbesuche
sind möglich, sollten aber frühzeitig gebucht werden. Ebenfalls auf dem
Anwesen befindet sich das berühmte Teleskop, das nach seiner Fertigstellung
1845 von diversen Wissenschaftlern aus aller Welt für ihre Forschungen verwendet
wurde. Es blieb 75 Jahre lang das größte Teleskop der Welt und wurde unter anderem
bei der Anfertigung von Karten der Mondoberfläche zur Hilfe genommen. Dreimal
täglich kann man bei Vorführungen einen Einblick in die Funktionsweise des Instruments
gewinnen.
Weitere Attraktionen in Birr sind die John’s Mall, in der sich eine russische
Kanone aus dem Krimkrieg befindet, und der Birr Stone, der angeblich einst den
Mittelpunkt der Grafschaft markierte. Sportbegeisterten sei das Birr Outdoor
Educational Centre empfohlen.