KELLS
Kells ist der Ort, an dem der Heilige St. Columcille im Jahre 559 ein Kloster
gründete. Ungefähr zu dieser Zeit wurden auch Klöster in Derry und in Durrow
durch den Heiligen gegründet. Später verließ er Irland mit dem Ziel Iona, eine
Insel vor der Westküste Schottlands. Von dort flohen die Mönche im Jahre 807
nach Ceanannus Mor, um eine kostbare Handschrift, heute bekannt als das Book
of Kells, in Sicherheit zu bringen, nachdem 68 Ordensbrüder bei einem Überfall
durch die Wikinger getötet wurden. Die Stadt Kells erfreut sich besonderer Bekanntheit
wegen des Books of Kells, das im 9. Jahrhundert verfasst wurde. 1661 wurde das
wertvolle Book of Kells in das Trinity Collge von Dublin gebracht, wo man es
besichtigen kann.
Die Stadt florierte bis zum 12. Jahrhundert, dann wurde sie durch Attaken
der Wikinger geschwächt. Anschließende Angriffe durch die Anglo-Normannen versetzten
ihr schließlich den Gnadenstoß. Nach der Ankunft der anglo-normanischen Eroberer
wurde das Kloster geschlossen. In den darauffolgenden Jahren wurde eine Burg
errichtet und Kells wurde zu einer befestigten Stadt. Bis zum Beginn des 17.
Jahrhunderts musste Kells zahlreichen Angriffen standhalten. Im Laufe des 17.
Jahrhunderts jedoch gewann Kells seine ehemalige Vormachtstellung zurück.
Leider sind heute keine Überreste des Castles mehr zu finden. Ein kleiner
Teil der Burgmauer kann heute am Ende der Cannon Street besichtigt werden. Weitere
historische Sehenswürdigkeiten sind der 30 Meter hohe Round Tower, das Columbia's
Stone House sowie Kreuze aus dem 9. und 10. Jahrhundert oder die protestantische
Church of St. Columba im Westen von Kells. (Columba und Columcille sind zwei
Namensversionen für denselben Heiligen.)
Zahlreiche Geschäfte verlocken Besucher zum Einkaufsbummel. Freizeitaktivitäten
wie Reiten, Golfen, Wandern und Schwimmen werden in unmittelbarer Nähe angeboten.
Abends sollte man sich von der Herzlichkeit und der Gastfreundlichkeit der Stadt
überzeugen, in dem man einen der mehr als 18 Pubs der Stadt besucht.