An den Stränden des Atlantik, acht Meilen nördlich von Spanish Point und drei
Meilen westlich des Marktorts Ennistymon, liegt der geschäftige Küstenort Lahinch.
Der Ort war schon Ende des 19. Jahrhunderts besonders bei den Einwohnern der
Grafschaft Clare als Urlaubsziel beliebt. Lahinch wurde später durch seine
Anbindung an die alte Eisenbahnlinie der West Clare Railway, die Fahrgäste von
Ennis nach Lahinch transportierte, noch populärer.
Heute kommen Tausende während der Sommermonate nach Lahinch, obwohl es die
Eisenbahnverbindung schon lange nicht mehr gibt. Lahinchs Geschichte reicht
weit zurück. Zahlreiche Erdfestungen in der Umgebung, deren bedeutendste nördlich
von Lahinch an der Straße nach Ennistymon liegt, deuten auf eine lange Besiedlungsgeschichte
des Gebiets hin. Sehenswert sind auch die Ruinen der Kilmacreehy Church aus
dem 12. Jahrhundert und die Überreste von Dough Castle. Die Burg wurde vom O'Connor
Clan im Jahre 1306 vollendet. Die O'Connors lebten dort bis die O'Briens das
Castle im 15. Jahrhundert eroberten. Die letzte urkundliche Erwähnung des Castles
als vollständig intakt stammt von 1675. Im 19. Jahrhundert schließlich verfiel
die Anlage zusehends, was vermutlich vor allem an den schlechten Fundamenten
lag. Vor Lahinch erstreckt sich ein schöner Sandstrand auf der vollen Länge
des Dorfes und darüber hinaus. Hier kann man wundervolle Wanderungen unternehmen
sowie die idealen Bedingungen zum Angeln und Surfen genießen. Trotz der Schönheit
des Strandes sollten Schwimmer vorsichtig sein. Der einzige sichere Ort zum
Baden ist das Gebiet am Lifeguard Tower vor der Strandpromenade.
Lahinch verfügt über einen unter Golfbegeisterten berühmten 18-Loch Championship
Golfplatz. Der wunderschön gestaltete und äußerst anspruchsvolle Platz wird
jedes Jahr zu einem Besuchermagneten, wenn die Besten beim Spiel um den Titel
der South of Ireland Championships zu sehen sind. Für die abendliche Unterhaltung
sorgen die Pubs von Lahinch, die besonders bei jungen Leuten beliebt sind.