Dublin Castle war über 750 Jahre lang das Zentrum der britischen Besatzungsmacht
in Irland. Auf Befehl König Johanns im Jahre 1204 errichtet, ist der Rundturm
heute der einzige verbliebene Bestandteil der ursprünglichen normannischen Burg.
Dublin Castle war über die Jahrhunderte Zeuge vieler dramatischer Ereignisse,
so zum Beispiel der Belagerung durch Silken Thomas und des Osteraufstands von
1916 (The 1916 Easter Rising). Das Castle diente als offizielle Residenz der
Vizekönige und später als Sitz der Chief Secretaries (Repräsentanten der britischen
Krone in Irland), bis die Viceregal Lodge (Aras an Uachtarain) gebaut wurde.
Heute ist Dublin Castle hauptsächlich Schauplatz für Staatsbesuche und Tribunale.
Hier finden auch Treffen im Rahmen der EU statt. Das Castle ist täglich von
10 bis 17 Uhr geöffnet und auf den geführten Touren lernt der Besucher so manchen
großartigen Raum kennen, darunter St Patrick's Hall, in der die irischen Staatspräsidenten
offiziell in ihr Amt eingesetzt werden. Besonders bekannt ist der Saal wegen
seiner Deckengemälde und den Kristallüstern aus Waterford Kristall. Eine weitere
Sehenswürdigkeit ist der Birmingham Tower, der lange Zeit als Gefängnis diente
und den über die Jahrhunderte viele irische Anführer in dieser Funktion von
innen gesehen haben. Touren finden ganzjährig statt, ausgenommen jedoch, wenn
das Castle für Staatsangelegenheiten genutzt wird.